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Stille Nacht Mäuse unterstützen Salzburger Schulen Print E-mail
Freitag, 05 September 2008

Stille Nacht Mäuse unterstützen Salzburger Schulen

Verkaufserlös der Trilogie über Oberndorfer Kirchenmäuse für Kontaktstelle in Sucht- und Gesundheitsfragen und "Faustlos gespendet.

"Stille Nacht, Heilige Nacht“ ist als weltweit beliebtestes Weihnachtslied überwiegend auch ein Friedenslied. Die Leitung der Stille Nacht Edition hat sich deshalb spontan entschlossen, den gesamten Erlös aus dem Verkauf der Mäuse Trilogie an Salzburger Schulen in der Höhe von 2.500 Euro der Kontaktstelle in Sucht- und Gesundheitsfragen (KIS) und dem Gewaltpräventionsprojekt "Faustlos" zu gleichen Teilen zu übergeben. Die kürzlich erschienene Trilogie wurde nicht zuletzt durch das engagierte Mitwirken des berühmten Schauspielers Karl Merkatz sofort ein großer Erfolg. Die Legende der Stillen-Nacht-Mäuse ist daher schon in dem laufenden Schuljahr Unterrichtsbehelf in ausgesuchten Salzburger Schulen.

"Es freut mich, Salzburgs Schulbibliotheken..


um diese Trilogie erweitert zu wissen. Die Geschichte rund um die Stille Nacht-Mäuse wird kindgerecht erzählt und den literarischen Ansprüchen gerecht. Mit der Gestaltung der Bücher – im deutschen Original mit englischer Übersetzung – kann gleichzeitig auch das Sprachverständnis und die Freude an der Fremdsprache angeregt werden", so der Amtsführende Präsident des Salzburger Landesschulrates, Prof. Mag. Herbert Gimpl, kürzlich bei einem Informationsgespräch.

Der Firmensitz in der Stille Nacht Gemeinde Oberndorf war für das Unternehmen kraftstoff tws gmbh eine wichtige Voraussetzung, sich des Weihnachtsthemas anzunehmen. "Wir von der kraftstoff tws gmbH haben uns die ‘Stille-Nacht-Edition‘ schützen lassen, um neben den geschäftlichen Erfolgen eine Friedensbotschaft zu transportieren. Was liegt da näher, als Präventionsprojekte vor der Haustüre zu unterstützen. Auch wir wollen mithelfen, der Jugend eine möglichst drogen- und gewaltfreie Zukunft zu gewährleisten", beschrieb Herwig Jesch, der Sprecher der "Stille Nacht Edition", die Beweggründe für das Unternehmen, die Salzburger Bildungsarbeit zu unterstützen.

Das Projekt Faustlos läuft seit zwei Jahren sehr erfolgreich im Bundesland Salzburg, mit der Zielsetzung, grundlegende persönlichkeitsbedingte Faktoren vorbeugend zu verändern. Dazu zählen beispielsweise, die Bereitschaft mit aggressiven Impulsen umgehen zu lernen oder auch der Umgang mit Ärger und Wut. Damit wird erfolgreich der steigenden Gewaltbereitschaft entgegengewirkt.

"Mit der großzügigen Spende für KIWI und Faustlos fiel die Wahl auf sehr erfolgreiche Präventionsprojekte. Gerade Faustlos, ein Programm für die Volksschulen, wird seit Jahren auch aus dem Ressort von Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller finanziell unterstützt, und selbst das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur stellt diese Woche noch weitere 24 Koffer mit den

Projektmaterialien für Salzburgs Volksschulen zur Verfügung", so Präsident Gimpl.

KIS – die Kontaktstelle in Sucht- und Gesundheitsfragen des Landesschulrates für Salzburg –bietet neben der Ausbildung von Schüler-Multiplikator/innen, der Organisation und Betreuung der Vertrauenslehrerausbildung auch so genannte KIWI- Projekte (Kids Winning) an. Diese Projekte dienen der Selbstwertstärkung von Kindern und Jugendlichen und stellen einen zielführenden Weg zur Sucht- und Gewaltprävention dar. "Wir von KIS freuen uns sehr über diese finanzielle Unterstützung. Neben der Vertrauenslehrer-Ausbildung und den KIWI- Projekten bildet KIS seit einigen Jahren Schülermultiplikatoren erfolgreich aus. Wir haben hier eine Erweiterung der Ausbildung geplant, vor allem aber ist eine kontinuierliche Weiterbildung der Schüler wichtig. Dafür möchten wir den uns zur Verfügung gestellten Geldbetrag verwenden", erklärte Prof. Mag. Astrid Fitzga, die Leiterin der Kontaktstelle in Sucht- und Gesundheitsfragen.

Gleichaltrige überzeugen mit Unterstützung

Derzeit gibt es im Bundesland Salzburg rund 150 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie rund 300 Vertrauenslehrer/innen. Die Ausbildung zum/zur Vertrauenslehrer/in erfolgte heuer erstmalig gemeinsam mit Kolleg/innen aus Bayern, so dass Experten- Knowhow von beiden Ländern effektiv eingesetzt werden konnte. Hauptaufgabe der Multiplikatoren ist die schulische Suchtprävention. Diese erfolgt in Form von Workshops für Schulklassen, welche die Multiplikatoren bei ihrer Ausbildung erarbeitet haben. Gleichaltrige Schüler/innen hören aufeinander viel besser und wirken auch glaubhafter als Erwachsene. Sie können auch Anlaufstelle für Schüler/innen sein und bei Problemen vermittelnd wirken. Multiplikatoren sind aber keine Therapeuten. Gemeinsam mit den ebenfalls von KIS ausgebildeten Vertrauenslehrern kann die Suchtprävention an den betreffenden Schulen bestmöglich praktiziert werden. Auch an benachbarten Schulen können die Multiplikator/innen eingesetzt werden, um ihre Workshops durchzuführen. Einmal im Jahr erhalten sie bei einem Multiplikatorentreffen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen auszutauschen. KIS versteht sich als Kontakt-, Informations- und Schaltstelle und wurde 2002 ins Leben gerufen, um vorrangig suchtpräventiv im Schulbereich tätig zu sein. In den vergangenen Jahren wurde viel bewegt. Die Themen, die KIS beschäftigen, sind vielfältiger und die Rat suchenden Menschen zahlenmäßig mehr geworden.


Am Bild von links nach rechts:

HR Dr. Ewald Moser, Leiter der schulpsychologischen Beratungsstelle Salzburg Stadt

Herwig Jesch, Sprecher der „Stille Nacht Edition“

Prof. Mag. Astrid Fitzga, Leiterin der Kontaktstelle in Sucht- und Gesundheitsfragen (KIS)

Prof. Mag. Herbert Gimpl, Amtsführender Präsident des Landesschulrates für Salzburg

 
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